Mein Traum von einer Welt mit Popeletten.

So Weihnachten ist vorbei, da kann man auch mal wieder eklig werden, und über Popel sprechen. Jeder kennt sie und jeder hat sie, aber trotzdem will keiner drüber reden. Dabei sind Popel etwas ganz natürliches und für unseren Körper sehr wichtig. Sie bestehen aus Nasensekret, dass dafür sorgt, dass die Atemluft befeuchtet wird und die Nase von Staub befreit wird. Normalerweise läuft dieses Sekret ab. Aber bei gewissen Primaten zu denen auch der Mensch gezählt wird, verfestigt sich das Sekret in den trockenen Bereichen der Nase und muss raus gepopelt werden.

So weit die Wissenschaft, aber trotzdem wird popeln in der Öffentlichkeit als widerlich und unnatürlich empfunden und nicht toleriert. Das ist auch Okay, man pinkelt ja auch nicht mitten im Bus, sondern wartet bis man auf Toilette gehen kann, auf der das Pinkeln oder der Stuhlgang toleriert wird.

Daher frage ich mich, warum es eigentlich keine extra Räume zum Popeln gibt. Gerade in der Öffentlichkeit, wenn man von einem fiesen Megapopel beim Atmen gestört wird, das Schnaufen ins Taschentuch rein gar nichts bringt, möchte man am Liebsten mit dem Zeigefinger in die Nase gehen und das Scheißding rausholen. Wie schön wär in diesen Moment eine Popelette, in der man in aller Ruhe und ungestört von Blicken der Mitmenschen, die Nasenlöcher mal richtig frei popeln kann. Danach kann man sich überlegen, ob man den Popel in bereitgestellte Entsorgungsbehälter schnipst oder sie gleich verspeist. Und wer nun die die letzte Variante eklig findet, dem sei gesagt, was vom Nasensekret nicht zu Popel wird, fließt eh in den Rachenraum ab. Er folgt als nur seinem natürlichen Weg. Also darauf einen guten Appetit!

Die Filtertüte und meine Trauer um Steve Jobs


Steve Jobs ist tot und die ganze Welt trauert um einen Visionär, der die Welt in seinen Grundfesten verändert hat. Seltsam nur, dass diese Visionen an mir vorbei gegangen sind, und wahrscheinlich auch noch an manch einer anderen Person auf diesen Planeten. Mag sein, dass die Leute, die in die Abhängigkeit von Apple geraden sind, jetzt unendlich traurig sind und um Innovationen bei ihrem IPhone 6, 7, 9 usw. bangen. Für mich aber, der gerade an einem Rechner mit Windows Vista sitzt und auch kein Apple-Gerät besitzt, ging die Welt nicht wirklich unter. Ich müsste wohl eher trauertragen wenn Bill Gates stirbt, werde ich aber nicht machen.

Ein Mensch ist gestorben und das auch noch zu früh im Leben, das ist traurig. Aber vor allem für die Familie und Freunde des Menschen, aber weniger für Apple-Junkies die mit dem Kauf seiner Erfindungen ihn nur noch reicher gemacht haben.

Für mich hat Steve Jobs und Apple auch die Welt nicht so verändert, als sei sie ohne ihn eine andere. Eine Melitta Bentz hat die Welt mit ihrer Erfindung stärker verändert als das Unternehmen Apple. Hat man 1950 gedacht, als die Erfinderin des Kaffeefilters starb, die Welt wird jetzt eine andere sein. Bestimmt nicht! Und für mich und für den Großteil der Menschen ist ein Kaffeefilter wichtiger als ein Apple-Produkt. Allein schon deshalb weil am Tag mehr Filterkaffees getrunken werden, als es Applegeräte auf der Welt gibt.

Okay, Filterkaffee mit einem IPhone zu vergleichen ,ist vielleicht genauso mies wie Eier mit Putzeimern, macht beides wenig Sinn. Mir geht es aber nicht um den Vergleich, sondern um die Tatsache, dass viele bedeuten Menschen die Welt verändern und geprägt haben, aber ein Steve Jobs nicht so bedeuteten war, wie es im Moment verklärt wird. Die meisten Computer- und Handybenutzer nutzen kein Applegerät, sondern sind bei der Konkurrenz. Zudem ist der meist verkaufte Computer immer noch der C64 von Commodore, und ich hoffe das Jack Tramiel (Zitat von Ihm:„Computer for the masses, not the classes!“) , der für die Entwicklung des C64 zuständig war, genau so gewürdigt wird für seine Verdienste, wie Steve Job zurzeit. Der Mann der Ausschwitz überlebte, hat mit seinem C64 den Menschen den Computer näher gebracht, als irgendein anderer Computervisioner, und somit die Welt vorbreitet auf Windows, Internet, Mac´s, Touch-Pads und Smartphone.

Warum mein Smoothie nie eine Chance hatte?


Ich hasse Facebook-Umfragen, ja ich hasse sie wirklich. Okay, erst seit dem 20.07.11, aber seit dem Tag kann ich sie nicht ab und werde auch an keiner mehr teilnehmen, egal was es ist.

Aber wie kam es soweit? Mein heimischer Smoothie-Händler bat seine Kunden über seine Facebookseite doch mal sein Lieblings-Smoothie-Rezept zu posten und anschließend sollten alle Kunden über den besten Vorschlag abstimmen. Als habe ich schnell mein Rezept gepostet und mit meinem Vorschlag an der Abstimmung teilgenommen. Und es sah sehr gut für mein Rezept aus, schnell bekam ich von vielen Smoothie-Fans Stimmen und lag sofort vorne. Das blieb auch so, bis der letzte Tag der Abstimmung anfing und plötzlich mich ein Rezept überholte, was eigentlich weit hinter meinem war.  Die einzige und logischste Erklärung dafür ist, dass dieses Rezept künstlich hochgepuscht würde durch die Freunde von dem der es eingereicht hatte. Und das geht ja sehr leicht, einmal auf Teilen geklickt, ein netter Text mit der Aufforderung seine Stimme für das richtige Produkt abzugeben und schon können all sein Freunde für ihn abstimmen und mich überholen. Obwohl sein Rezept nicht so gut ist und in einer repräsentativen Abstimmung gegen meins verloren hätte, hat er gewonnen, und dass nur weil er, mehr Leute mobilisieren könnte als ich. Fair ist das nicht und den Wunsch des Kunden spiegelt dieses Ergebnis bestimmt auch nicht wieder.

Ein weiteres Bespiel dieser Art ist die Posse mit dem „Bud Spencer Tunnel“. Die Stadt Gmünd hatte eine Abstimmung auf ihrer Webseite über den Namen des neuen Umgehungstunnels der Stadt. Ein Vorschlag war da der Name „Bud Spencer“ und durch aufpuschen durch Facebookseiten und die Medien gewann natürlich der der Bud Spencer Vorschlag. Daher war es von den Stadtvätern nur konsequent diesen Namen nicht zu nehmen, obwohl er gewonnen hat. Denn es ist fraglich ab die dortige Bevölkerung auch diesen Namen haben wollte, und nicht nur die BRD-Nerds und die Internet-Spaßgesellschaft.

Aber große Firmen sind mit diesen Internet und Facebook-Umfragen reingefallen. Wenn Kunden ein neues Produkt kreieren durften und anschließend darüber abgestimmt wurde, gewann meist das unsinnigste oder lustigste Kundenprodukt und nicht das Beste was den besten Absatz und den meisten Gewinn erwirtschaften würde. Und daher werden die Gewinner auch nie auf dem Markt gebracht.

Aber warum machen Unternehmen diese nicht marktrepräsentativen Umfragen, wenn sie eh kein vernünftiges Ergebnis bringen? Eigentlich ganz einfach. Die Umfrage ist nur Mittel zum Zweck um sein Unternehmen bekannter zu machen und Personen zu finden die auf ihrer Facebookseite  auf „gefällt mir“ klicken. Es handelt sich bei diesen Umfragen nicht um Marktforschung, den die wird seriös betrieben, damit es auswertbar Ergebnis entstehen die für die Entwicklung des Unternehmens notwendig sind. Bei den Online-Umfragen handelt es sich nur um Marketing, als pure Werbung. Und das scheint sehr gut zu funktionieren, man macht einen Vorschlag für ein neues Produkt, teilt diesen bei Facebook mit seinen Freunden mit der Aufforderung für sich zustimmen und am Besten mit seinen Freunden weiter zu teilen. Ja und so verbreitet sich Umfrage, und ohne es zu ahnen wird man dazu gebracht Werbung für ein Unternehmen zu verbreiten und dies in seinem Freundeskreis. Und keiner denkt sich was dabei und macht munter mit. In die realen Welt übertragen, würden wir für diesen Zweck wohl an  all unsere Freunde einen Brief schicken müssen, mit der der Bitte: „Schau dir doch mal das Unternehmen an, mir gefällt es! Ach ja und schicke diesen Brief bitte weiter an deinen Freunde.“ Man könnte daher auch diese Umfragen mit Kettenbriefen vergleichen die nur Werbung als Inhalt haben. Normalerweise würden solche Briefe sofort wegschmeißen und nicht noch weiter schicken.

Bei Facebook stört uns das nicht, und die Unternehmen haben eine riesen Erfolg damit.  Stört es mich? Nein, die Firmen handeln eigentlich nur legitim, sie wollen sich nur bekannt machen und für sich werben und das gelingt ihnen damit sehr gut, und dagegen habe ich nichts. Ich werde aber trotzdem nicht mehr mit machen, denn was mich stört ist wenn ich und mein Facebook-Profil als Werbeträge missbraucht werden.

Mein neues Deo erinnert mich an die 90iger! Oder die Sinnhaftigkeit des Unnützen!


Irgendwie erinnert mich mein neues Deo an die 90iger Jahre, habe keine Ahnung wieso und warum! Es ist einfach so!
Aber warum teile ich diese nun wirklich unnütze Information, öffentlich mit? Es ist kein wirklich wichtiges Ereignis in meinem Leben, das für andere von belangen ist. Trotzdem habe ich jedes Mal das unwiderstehliche Bedürfnis es allen mitzuteilen und sofort bei Facebook oder nun auch Google+ zu posten, und damit dem Internet und wahrscheinlich ein Server in den USA sinnfreien Speicherplatz abzuverlangen. Okay, der gebraucht Speicherplatz für eine solche Nachricht ist gering. Aber hier macht es die Maße. Wieviel Strom wird täglich verschwendet, nur damit im Internet stehen kann: “Heute Morgen habe ich Brot mit Nutella gegessen. War ganz lecker.“ oder „Hinter meinem linken Ohr juckt es mich, werde mal daran kratzen.“(letztes habe ich gerade wirklich bei Facebook gepostet, auch wenn es nicht stimmt. Mal schauen was passiert).
Man könnte bestimmt einige Kraftwerke auf der Welt einsparen und damit die Umwelt schonen, wenn dieser private Datenmüll aus dem Netz verschwindet, und alle sich bei ihren Veröffentlichungen auf die wichtigen Dinge im Leben konzentrieren würden. Übrigens auf graphitti-blog.de gibt es dazu eine nette Grafik.
Aber muss das wirklich sein? Besteht ein Unterhaltung zwischen Freunden oder privat unter Arbeitskollegen, nicht auch oft aus Nebensächlichkeiten, die kaum vom belangen sind? Und diese Form des Veröffentlichens von privaten unnützen Inhalten, nicht ein Beleg dafür, dass die Kommunikation innerhalb der Gesellschaft auf einen medialen Bereich angewachsen ist. Man braucht nicht mehr unbedingt die Kneipe oder die persönliche Treffen um über Sinnlosigkeit zu plaudern. Man hat Dank der modernen Medien, heute überall und sofort, die Möglichkeit die Sinnfreiigkeit mancher Unterhaltungen stattfinden zu lassen, sei es im Büro oder über Smartphone im Zug, und das mit allen Freunden und Bekannten weltweit. Und sind nicht gerade diese sinnfreien Unterhaltungen das Salz in der Suppe des Lebens? Sie machen Spaß, binden Freundschaften und sind so herrlich unkompliziert. Wenn man sich mit Freunden trifft, redet man auch lieber über Belangloses, als zum Beispiel über die Rettungsvorschläge für Griechenland in der Finanzkrise zu diskutieren. Auch der Urmensch hat bestimmt früher am Lagerfeuer gern mal eine Witz oder belanglose Geschichten erzählt, als über den nächsten Jagdausflug mit der Sippe zu sprechen.
Unnütze Diskussionen gehören genau so zur menschlichen Kultur wie die klassische Oper, das HipHop-Konzert oder TV-Talkshow am Vormittag. Alles ist nicht extensibel wichtig, bereichert aber das Leben der Menschen ungemein. Daher finde ich, sinnfreie und belanglose Beiträge und Kommentare haben in Sozialen Netzwerken eine Daseinsberechtigung, denn auch sie sind ein Zeichen menschlicher Kultur und Kommunikation, die sich in die mediale Welt ausbreiteten.

Google+ und der falsche Steffen Seibert


Mein zweiter Artikel und schon wieder geht es um Google+? Ja und? Google+ ist wirklich gut! Klar, es ist noch die Beta-Version und noch funktioniert nicht alles perfekt. Stört mich nicht, denn das was ich bisher sehe hat wirklich Potenzial.
Aber zurück zum Thema. Ja, auch ich bin auf den falschen Steffen Seibert bei Google+ Gestern hereingefallen. Wer es noch nicht weiß, die Titanic hat sich mal wieder ein Scherz erlaubt(dafür sind sie ja auch da), und einen falschen Regierungssprecher ein Profil gegeben.
Zur Zeit ist ja noch nicht viel los bei Google+, kaum Prominente oder Firmen und der Großteil meiner Freunden wissen wahrscheinlich nicht einmal, dass es jetzt Google+ überhaupt gibt. So stürzt ich mich Gestern, auf alles was halbwegs interessant aussah, wie nun auch das Profil von unserem Regierungssprecher.
Und was ich sah, war wirklich gut. Humorvolle Berichte von der Afrika-Reise unsere Kanzlerin, und man fühlte sich irgendwie dazugehörig. So als ob man der Büromitarbeiter ist, der Zuhause bleiben musste, jetzt aber exklusive Reiseberichte per SMS von den Kollegen bekommt, die wieder Spaß mit dem Chef haben.
Hier mal ein kleiner Ausschnitt:
„Kanzl. hat nig. Staatschef Jonathan soeben den Krieg erklärt. Erstaunlich, wie wenig man hier über die Gründe des Afghanistaneinsatzes weiss“
Aber alles nur ein Fake!
Doch kann nicht auch mal so Regierungsarbeit aussehen? Kann man nicht mal den Bürger als einen Freund und Vertrauten sehen, mit dem man lustige Anekdoten teilt und ihn persönlich teilnehmen lässt an außergewöhnlichen Geschichten?
Nein wohl kaum. Das sieht man wenn sich ein anderes Profil, eines echten Politikers anschaut, der sich schon nach Google+ verirrt hat, der Oppositionspolitiker und stolzer Brillenträger Frank-Walter Steinmeier. Seine Beiträge sind langweilig, unpersönlich und reine Partei-Propaganda. Nichts mit Geschichten und lustigen Begebenheiten aus seinen Leben. Dabei sollte doch irgendein Praktikant oder Gehilfe von Ihm in der Lage sein, sowas zu formulieren. Aber nichts der gleichen!
Was bleibt als Fazit? Die Titanic hat gezeigt wie Politik in sozialen Netzen funktionieren kann und wie man es richtig macht. Nämlich nicht das Einheitsgewäsch posten, das man auch in der Zeitung lesen oder in den TV-Nachrichten jede halbe Stunde sehen kann. Nein, man muss den Leser am Leben des Menschen teilhaben lassen, und ihm das Gefühl geben ein Teil seines Bekanntenkreises zu sein. Denn bei Google+, Twitter oder Facebook sind wir halt alle Freunde.

Warum einen Blog, wenn es doch jetzt Google+ gibt?


Warum fange ich genau jetzt an, einen Blog zu starten? Vor allem wenn man bedenkt, dass im Internet die Blogs auf den Rückzug sind! JA, es stimmt wirklich, die Blogs sterben aus. Zwar merkt man es noch nicht wirklich, es wird aber kommen. Genau so wie MySpace seine Zeit gehabt hat und durch Facebook abgelöst wurde, haben auch die Blogs ihre Zeit gehabt. Ich kann es zwar nicht beweisen und will das auch nicht. Aber glaubt mir liebe Leser, der Blog von Heute ist Vergangenheit.

Ja und wieso stelle ich jetzt diese Theorie auf? Weil ich Google+ gesehen habe. Kein Mensch braucht und will noch einen Blog, wenn er ein Google+ Profil hat. Anders als bei Facebook, kann jeder deine Beitrage lesen, wenn du sie öffentlich machst und nicht nur für bestimmte Kreise frei gibst. Und das schönste, du kannst immer sehen, bei wenn du in den Kreisen bist. Hast also somit ein genaues Bild von deinen Lesern und nicht wie bei einem Blog, wo du kaum eine Ahnung hast, wer nun alles zu deinen Lesern zählt oder ob du überhaupt welche hast(letzteres merkt man schon irgendwann).Google+ ist der Großebruder von Twitter, der Facebook das Fürchten lernen will und es auch kann. Hier kann jeder seine Beitrage leicht veröffentlichen und auch sehr leicht Leser finden, auch wenn es nur die eigenen Freunde sind(was mehr sein kann als bei seinem eigenen Blog). Und wenn man gut ist, bekommt man sehr schnell viele Leser die aufgeregt auf den neusten Beitrag von einem im Stream warten. Man braucht also wirklich keine Blogs mehr.

Aber warum machen ich dann einen Neuen auf und starte gleich mit meiner Theorie vom Ende der Blogs? Na ja, vielleicht habe ich auch Unrecht!