Google+ und der falsche Steffen Seibert


Mein zweiter Artikel und schon wieder geht es um Google+? Ja und? Google+ ist wirklich gut! Klar, es ist noch die Beta-Version und noch funktioniert nicht alles perfekt. Stört mich nicht, denn das was ich bisher sehe hat wirklich Potenzial.
Aber zurück zum Thema. Ja, auch ich bin auf den falschen Steffen Seibert bei Google+ Gestern hereingefallen. Wer es noch nicht weiß, die Titanic hat sich mal wieder ein Scherz erlaubt(dafür sind sie ja auch da), und einen falschen Regierungssprecher ein Profil gegeben.
Zur Zeit ist ja noch nicht viel los bei Google+, kaum Prominente oder Firmen und der Großteil meiner Freunden wissen wahrscheinlich nicht einmal, dass es jetzt Google+ überhaupt gibt. So stürzt ich mich Gestern, auf alles was halbwegs interessant aussah, wie nun auch das Profil von unserem Regierungssprecher.
Und was ich sah, war wirklich gut. Humorvolle Berichte von der Afrika-Reise unsere Kanzlerin, und man fühlte sich irgendwie dazugehörig. So als ob man der Büromitarbeiter ist, der Zuhause bleiben musste, jetzt aber exklusive Reiseberichte per SMS von den Kollegen bekommt, die wieder Spaß mit dem Chef haben.
Hier mal ein kleiner Ausschnitt:
„Kanzl. hat nig. Staatschef Jonathan soeben den Krieg erklärt. Erstaunlich, wie wenig man hier über die Gründe des Afghanistaneinsatzes weiss“
Aber alles nur ein Fake!
Doch kann nicht auch mal so Regierungsarbeit aussehen? Kann man nicht mal den Bürger als einen Freund und Vertrauten sehen, mit dem man lustige Anekdoten teilt und ihn persönlich teilnehmen lässt an außergewöhnlichen Geschichten?
Nein wohl kaum. Das sieht man wenn sich ein anderes Profil, eines echten Politikers anschaut, der sich schon nach Google+ verirrt hat, der Oppositionspolitiker und stolzer Brillenträger Frank-Walter Steinmeier. Seine Beiträge sind langweilig, unpersönlich und reine Partei-Propaganda. Nichts mit Geschichten und lustigen Begebenheiten aus seinen Leben. Dabei sollte doch irgendein Praktikant oder Gehilfe von Ihm in der Lage sein, sowas zu formulieren. Aber nichts der gleichen!
Was bleibt als Fazit? Die Titanic hat gezeigt wie Politik in sozialen Netzen funktionieren kann und wie man es richtig macht. Nämlich nicht das Einheitsgewäsch posten, das man auch in der Zeitung lesen oder in den TV-Nachrichten jede halbe Stunde sehen kann. Nein, man muss den Leser am Leben des Menschen teilhaben lassen, und ihm das Gefühl geben ein Teil seines Bekanntenkreises zu sein. Denn bei Google+, Twitter oder Facebook sind wir halt alle Freunde.

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